Wie stellt man einen Kaffeevollautomaten am besten ein?

Echter Kaffeehochgenuss ist dank moderner Kaffeevollautomaten auch in den eigenen vier Wänden möglich. Viel benötigt man dazu nicht: einen hochwertigen Kaffeevollautomaten und gute Kaffeebohnen. Allerdings muss bei einem automatisch zubereiteten Kaffee auf einiges geachtet werden, damit das Aroma der kostbaren Kaffeebohnen auch in der Tasse landet. Die Einstellungen des Kaffeevollautomaten sollten so aufeinander abgestimmt sein, dass man ein Maximum an Kaffeegenuss aus den Bohnen herausholen kann.

Wichtig: Regelmäßige Reinigung eines Kaffeevolautomaten

Kaffeevollautomat Crema: Tigermuster

Kaffeevollautomat Crema: Tigermuster

Der Kaffeegenuss beginnt bei der Reinigung des Kaffeevollautomaten. Kaffee enthält einen hohen Anteil an Fetten und Ölen, die sich bereits nach kurzer Zeit in der Maschine ablagern können. Durch Sauerstoff werden sie schnell ranzig und beeinträchtigen den Kaffeegeschmack zum Teil sehr stark. Im Fachhandel sind für die Reinigung spezielle Entfettungstabletten für Kaffeevollautomaten erhältlich. Beim Reinigungsvorgang selbst, sollte man sich an die Einstellungen und Anweisungen der Bedienungsanleitung halten. Bei sehr guten Maschinen kann die Brühgruppe mit nur einem Griff vom Gerät getrennt und gereinigt werden. Nur ein sauberer Kaffeevollautomat liefert höchsten Kaffeegenuss.

Die richtigen Einstellungen am Automaten

Die richtigen Einstellungen sind abhängig vom Kaffee, den man mit dem Gerät zubereiten möchte. Ein optimaler Espresso beispielsweise besteht aus nur 25 bis 30 Milliliter Wasser. Die optimale Brühzeit für einen Espresso beträgt 15 bis maximal 25 Sekunden. Um einen perfekten Espresso zu erhalten, sollte das Volumen mit dem Volumenregler bzw. mit der Mengentaste notfalls manuell nachgeregelt werden, so dass nur ca. 25 bis 30 Milliliter Kaffee nach dem Brühen austreten.

Der nächste Schritt ist die Messung der Brühzeit. Es kann nicht schaden, den Brühvorgang mit einer Stoppuhr zu überprüfen. Beträgt die Brühzeit weniger als 15 Sekunden, ist dies ein Hinweis darauf, dass der Kaffee nicht fein genug gemahlen wurde. Das Mahlwerk sollte dann manuell nachjustiert und ein feinerer Mahlgrad eingestellt werden. Dauert der Brühvorgang dagegen länger als 25 Sekunden, wurde der Kaffee wahrscheinlich zu fein gemahlen. Auch hier sollte das Mahlwerk manuell nachgesteuert und ein gröberer Mahlgrad eingestellt werden. Nach der Einstellung des richtigen Mahlgrade kann es notwendig werden, dass Volumen an die neuen Einstellungen anzupassen. Am besten ist es, den Brühvorgang mehrmals zu wiederholen, bis ca. 25 Milliliter und 20 bis 25 Sekunden vom Kaffeevollautomaten gebrüht werden.

Die Farbe der Crema

Die Crema verrät sehr viel über die Qualität des Kaffees. Ist sie hell, fast beigefarben, wurden die Kaffeebohnen wohlmöglich zu leicht geröstet oder das Kaffee ist alt (Röstung vor mehr als drei Monaten). Eine andere Möglichkeit ist, dass der Kaffee zu kalt gebrüht wurde. Bei einer zu niedrigen Brühtemperatur kann ein leicht saurer Geschmack entstehen. Mithilfe der Bedienungsanleitung des Kaffeevollautomaten kann die Brühtemperatur auf die richtige Höhe eingestellt werden. In der Regel gibt es drei Temperatureinstellungen: tief, mittel und hoch. Bei älteren Automaten kann die Temperatur meist nur durch einen Servicefachmann nachgeregelt werden. Eine weitere Möglichkeit ist, die sogenannte Pre-Infusion zu stoppen. Dabei wird der Brühvorgang nach einer halben Sekunde für insgesamt eine Sekunde gestoppt. Bei heller gerösteten Kaffeebohnen führt die Pre-Infusion zu einer zusätzlichen Versauerung des Kaffees.

Ist die Crema dagegen sehr dunkel, könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass die Brühtemperatur zu hoch ist. Der Kaffee nimmt dann meistens einen sehr bitteren Geschmack an. Hier ist es hilfreich die Brühtemperatur mithilfe der Bedienungsanleitung nach unten zu korrigieren.

Wenn man die korrekten Einstellungen vorgenommen und trotzdem das Gefühl hat, der Kaffee könnte stärker bzw. schwächer sein, kann man dies durch die Kaffeemenge, die vom Automaten frisch gemahlen wird, beeinflussen. Je nach Automat heißt die entsprechende Funktion „Brühkammer öffnen“ für einen stärkeren Kaffee oder „Brühkammer schließen“ für einen entsprechend weniger starken Kaffee. Andere Bezeichnungen sind „Aroma“ (wenig, mittel, hoch) oder „Kaffeepulvermenge“ (wenig, mittel, hoch). Wird die Menge des Kaffeepulvers verändert, kann es sein, dass alle anderen Einstellungen ebenfalls angepasst werden müssen. Das heißt, die Menge des Kaffeepulvers hat Einfluss auf den Mahlgrad, die Brühzeit und die Temperatur.

Das Optimum ist erreicht, wenn die Crema einen schönen Braunton mit einem „Tigermuster“ aufweist. Der Geschmack sollte weder sauer noch ausgesprochen bitter sein.

Wer einen weniger starken Espresso oder einen Café Creme bevorzugt (mehr als 25 bis 30 Milliliter in der Tasse), sollte einfach ca. 80 Grad heißes Wasser manuell nachgießen. Aber Vorsicht: Sollte die Menge Wasser stattdessen durch Automaten und damit durch das Kaffeepulver gepresst werden (über den Volumenregler bzw. Mengentaste die Tasse auffüllen), werden sämtliche Bitterstoffe der relativ dunkel gerösteten Espressobohnen herausgeschwemmt. Der Kaffee schmeckt dann sehr bitter und verbrannt.

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