Rommelsbacher bietet aktuell drei verschiedene elektrische Kaffeemühlen an – das Topmodell ist die EKM 300, die vom Filterkaffee bis hin zum Espresso für jede Kaffeespezialität das passende Pulver mahlen soll.

Wir haben uns also einmal genauer angesehen, wie die EKM 300 ein solch breites Spektrum abdecken soll und was für knapp 90 Euro geboten wird – wobei wir an dieser Stelle eines klarstellen wollen:

Wer nur Espresso zubereiten möchte, der sollte sich auch entsprechend nach einer speziellen Mühle umschauen, die eine genaue Einstellung im feinen Mahlgradbereich – am besten stufenlos – ermöglicht. Diese Geräte sind dann aber in den meisten Fällen eben auch deutlich teurer.

Wer dagegen häufig groben bis mittelfeinen Kaffee braucht, der sollte an dieser Stelle weiterlesen – denn dann könnte die Rommelsbacher EKM 300 Kegelmahlwerk das passende Gerät sein.

Das Design

Eines gleich zu Beginn: Die Mühle ist zum großen Teil aus Kunststoff gefertigt, was am Ende auch noch einmal ein Thema sein wird – auch hier aber wieder der Verweis auf den Preis, denn Mühlen, die komplett aus Edelstahl gefertigt sind, sind eben deutlich teurer.

Die Rommelsbacher EKM 300 macht dennoch eine gute Figur und überzeugt mit angenehm dezenter Optik in schwarzem und silbernem, mattem Kunststoff.

Um den 220g fassenden Bohnenbehälter mit Aromaschutzdeckel, das Mahlwerk und den Auffangbehälter unterzubringen, ist sie aber natürlich entsprechend groß und braucht eine Stellfläche von rund 19 x 14 Zentimetern.

Das Mahlwerk

Kommen wir zum entscheidenden Punkt, denn auch die schönste Optik könnte ein schlechtes Mahlwerk natürlich nicht ausgleichen – das muss bei der EKM 300 aber auch gar nicht passieren, denn Rommelsbacher setzt hier auf ein Kegelmahlwerk aus Edelstahl.

Dieses ist in 12 Stufen von fein bis grob einzustellen und bietet damit für den durchschnittlichen Kaffeetrinker immer den passenden Mahlgrad – gerade für Filterkaffee oder French Press ist die Mühle sehr gut geeignet, aber auch für einen gelegentlichen Espresso bietet sie den passenden Mahlgrad.

Die Bedienung

Hier können wir Rommelsbacher nur loben, denn viel einfacher kann man die Bedienung einer Kaffeemühle wohl kaum gestalten: Nachdem die Bohnen eingefüllt sind, wird zuerst der Mahlgrad und schließlich über ein Drehrad die Pulvermenge (bis zu 10 Tassen) gewählt – anschließend mahlt die  auf Knopfdruck die gewünschte Menge Pulver im gewünschten Mahlgrad.

Die Reinigung

Bei diesem Punkt werden wohl oder übel zwei Stimmen laut, wobei wir bei einer wieder auf den Preis verweisen müssen – und die positiven Punkte für uns überwiegen.

Zunächst einmal muss gesagt werden, dass sich die Mühle dank vieler Plastikteile statisch auflädt und dann ein Teil des Kaffeemehls gerne auch außerhalb des Auffangbehälters landet – das ist ärgerlich, aber ein bekanntes Problem elektrischer Kaffeemühlen aus Kunststoff, die in dieser Preisklasse nun einmal verbreitet sind.

Dem gegenüber steht allerdings die leichte Reinigung, indem beide Behälter und das Mahlwerk problemlos entnommen werden können – so lässt sich die Rommelsbacher EKM 300 Kegelmahlwerk Kaffemühle schön gründlich reinigen.

Gute Mühle, guter Preis, kleiner Schönheitsfehler

Die Rommelsbacher EKM 300 bietet alles, was man sich von einer Mühle in der Preisklasse um 90 Euro wünscht – gerade das einfache Einstellen der Kaffeemenge und die Möglichkeit, zur Reinigung die entscheidenden Teile zu entnehmen, gefällt uns gut.

Der einzige Schönheitsfehler ist die „Streuung“ des Kaffeemehls beim Mahlen, was so natürlich alles andere als gewollt ist – sich bei einem solch kunststofflastigen Gerät allerdings kaum vermeiden lässt.

Am Ende kann das Preis-Leistungs-Verhältnis der EKM 300 also definitiv überzeugen – wer eine feinere Abstufung des Mahlgrads und weniger elektrostatische Aufladung will, muss dafür eben auch entsprechend mehr bezahlen.

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