Kaffee regt zum Genießen an – bis zu dem Augenblick, in dem er bei seinen vielen Millionen Konsumenten köstlich in der Tasse landet, steht ihm aus seinen Ursprungsländern ein langer Weg bevor. Diese Seite handelt alle wichtigen News, Trends und Fakten rund um das Thema Kaffee ab.

Die Geschichte des Kaffees

Kaffee aus Übersee

Kaffee aus Übersee

Des Deutschen liebstes Heißgetränk ist ein belebendes, aber auch ein wichtiges Handelsgut: 2013 wurden in Deutschland rund 584.560 Tonnen Rohkaffee verbraucht. Weltweit wurden 2013/2014 etwa 147,71 Millionen Sack Kaffee konsumiert. Und im Erntejahr 2013/2014 betrug die weltweite Erzeugung 150,15 Millionen Sack Kaffee zu jeweils 60 Kilogramm. Doch woher stammt unser Kaffee eigentlich?

Der Begriff Kaffee stammt von den arabischen Wörtern Kahwe oder Qahwa – was soviel wie Stärke oder Lebenskraft bedeutet. Wo der Ursprung des Kaffeeanbaus liegt, wurde leider historisch nicht dokumentiert. Es gibt kaum Fakten, mehr Mythen und Legenden. Sicher ist jedoch, dass im tropischen Afrika eine Pflanzengattung namens Coffea entstanden ist, die mit der Hilfe der Menschen auch auf andere Kontinente gelangte. Die Wildformen kamen vermutlich schon sehr früh in einigen Teilen Afrikas vor. Für die Art Coffea Arabica gilt als Ursprungsgebiet das äthiopische Hochland. Die Sorte Robusta hingegen ist wildwachsend in Uganda nahe dem Victoria-See anzutreffen.

Im 16. und 17. Jahrhundert nahm durch seine Ausbreitung auch eine systematische Kultivierung des Kaffees ihren Anfang. Anfänglich erklärten die arabischen Plantagenbesitzer und Händler den Kaffee-Anbau zum Staatsgeheimnis. Strenge Überwachungsmaßnahmen und ein Übergießen der Bohnen mit heißem Wasser, um ihre Keimfähigkeit zu verhindern, sollten auszuschließen, dass eine Aussaat auch woanders als im Osmanischen Reich möglich wurde.

1658 wurden die ersten Kaffeeplantagen außerhalb des Osmanischen Reiches gegründet

Entwicklung des Kaffees

Entwicklung des Kaffees

Gleichzeitig mit dem Ausbau der Handelswege und dem wirtschaftlichen Aufstieg Europas bemächtigten sich die Kolonialmächte des Kaffees und 1658 brachten die Holländer die ersten Kaffeepflanzen nach Ceylon, dem heutigen Sri Lanka. Später erfolgte der Anbau auch auf Timor, Java, Celebes und Sumatra. Nach und nach erlangten die Bohnen im 18. Jahrhundert eine Verbreitung in alle Teile der Welt, die für einen Anbau von Kaffee als geeignet erschienen. Damit stieg auch gleichzeitig der Kaffeekonsum in Europa sowie Nordamerika an. Diese Entwicklungen sorgten dafür, dass Kaffee zu einem Handels-Produkt von weltwirtschaftlicher Bedeutung wurde. Im Erntejahr 2013 wurden von den führenden Ländern folgende Erntemengen erzielt (Angabe in Tonnen):

  • Brasilien – 2.964.538
  • Vietnam – 1.461.000
  • Indonesien – 698.900
  • Kolumbien – 653.160
  • Indien – 318.200
  • Honduras – 273.480
  • Äthiopien – 270.000
  • Peru – 256.241
  • Guatemala – 253.186
  • Mexiko – 231.596
  • Uganda – 190.000
  • China – 116.826
  • Côte d’Ivoire – 103.743
  • Laos – 89.000
  • Nicaragua – 83.948
  • Philippinen – 78.364
  • Venezuela – 77.215
  • Costa Rica – 76.819
  • Tansania – 71.200
  • Madagaskar – 64.000
  • Papua Neu-Guinea – 60.000
  • Thailand – 50.000
  • Kamerun – 41.800
  • Kenia – 39.800
  • Burundi – 36.383
  • Sierra Leone – 36.000
  • El Salvador – 32.864
  • Demokratische Republik Kongo – 31.000
  • Bolivien – 28.253
  • Jemen – 19.984

Kaffee im Wandel der Zeit

Im Laufe der Jahre hat sich der Kaffeegenuss stark geändert und Kaffeehäuser schießen aus dem Boden. Die beliebte amerikanische Kette Starbucks konnte im Jahr 2014 21.366 Kaffeeshops weltweit verzeichnen. Die Kaffeekette setzte im ersten Quartal 2015 etwa 4,8 Milliarden US-Dollar um. Alleine in China gibt es 2013 614 durch Starbucks selber betriebene Filialen zusätzlich zu 403 Franchise-Filialen. Dies kann das Heimatland USA noch toppen: 2013 werden in den USA 11.405 Filialen gezählt und die Corporation beschäftigte 2014 weltweit rund 191.000 Angestellte.

Das Schweizer Unternehmen Nestle erzielte im Jahr 2014 unter anderem durch seine Kaffeekapseln einen Umsatz von 91,6 Milliarden CHF und der Nettogewinn lag bei 14,5 Milliarden CHF. Im Vergleich dazu betrug der Umsatz der deutschen Franz Willick Kaffeegroßrösterei GmbH & Co. Kommanditgesellschaft im Geschäftsjahr 2013 über vier Millionen Euro. Das Münchener Unternehmen Dallmayr will nun den Kampf mit dem Konkurrenz Produkt Nespresso-Kapseln aufnehmen und steigt ebenfalls in das Kapselgeschäft ein. Ob dafür der Generationswechsel verantwortlich ist? Denn nach über 37 Jahren hat der bisherige Geschäftsführer Georg Randlkofer im März 2015 die Führung an seinem Sohn Florian abgegeben.


Quelle: Statista (Premium Account)

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Foto: „Kaffee aus Übersee“ © fotojob – Fotolia.com

Foto: „Entwicklung des Kaffees“ © Susanne Wünschmann – Fotolia.com

 

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