Espresso

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Einen guten Espresso zuzubereiten, ist eine echte Kunst – und dafür braucht es neben einer Menge Geschick als Barista vor allen Dingen eine gute Espressomaschine.

Hier gibt es im Prinzip zwei Möglichkeiten:

Ein Vollautomat übernimmt den kompletten Vorgang vom Mahlen der Kaffeebohnen bis zum Aufbrühen, während ein Siebträger eine Vielzahl manueller Einstellungen erlaubt – dafür braucht es allerdings auch mehr Erfahrung, um hier einen wirklich guten Espresso zuzubereiten.

Heute wollen wir uns einmal genauer die Funktionsweise einer Espressomaschine mit Siebträger anschauen und dabei vor allen Dingen darauf eingehen, welche Unterschiede es zwischen den verschiedenen Preisklassen gibt – denn bei einer Espressomaschine hat Qualität tatsächlich ihren Preis.

Die richtige Pumpe für guten Geschmack

Für einen echten Espresso trifft das Wasser mit etwa 9 Bar Druck auf das Kaffeemehl – um diesen Druck zu erzeugen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Klassisch wurde der Druck über einen Kessel erzeugt, in dem das Wasser so lange erhitzt wurde, bis der Wasserdampf für ausreichend Druck sorgte.

Diese Methode hat allerdings den Nachteil, dass durch die hohe Temperatur des Wassers ein bitterer Geschmack entsteht – um das zu verhindern, wurde ab dem Jahr 1945 der Druckaufbau vom Erhitzen des Wassers abgegrenzt und die Handhebelmaschinen waren geboren.

Heute sorgen elektrische Pumpen in vielen Maschinen für Druck – je nach Preissegment kommen dabei günstige Vibrationspumpen oder robuste, laufruhige Rotationspumpen zum Einsatz.

Einkreiser, Zweikreiser, Dualboiler?

Barista Cafe Making Coffee Preparation Service Concept

Dualboiler sind vor allem für den professionellen Einsatz gedacht. Foto: © Rawpixel.com / Fotolia.com

Riesige Preisunterschiede gibt es, wenn es um den Aufbau der Kessel und die entsprechenden Möglichkeiten der Espressomaschine geht – hinter den Namen verbergen sich dabei drei verschiedene Typen:

  • Einkreiser
  • Zweikreiser
  • Dualboiler

Einkreiser haben nur einen Kessel, in dem Wasser für das Aufbrühen erhitzt und Dampf für das Aufschäumen der Milch erzeugt wird. Diese Geräte sind am günstigsten, bieten allerdings nicht die Möglichkeit, gleichzeitig Milch – etwa für einen Cappuccino – aufzuschäumen und den Espresso aufzubrühen, so dass hier immer eine kleine Verzögerung durch den Temperaturwechsel entsteht.

Zweikreiser haben ebenfalls nur einen Kessel, in dem der Wasserdampf für das Aufschäumen der Milch entsteht. Das Wasser für den Brühvorgang wird dabei am Kessel vorbeigeleitet und erhitzt sich so auf die ideale Temperatur – so können Aufschäumen und Aufbrühen gleichzeitig passieren.

Dualboiler haben – der Name sagt es schon – zwei Kessel: Einen für das Wasser zum Brühen, einen für den Wasserdampf zum Aufschäumen. So können im Akkord viele Espressi und Milchgetränke zubereitet werden.

Die Brühgruppe – letzte Station vor dem Genuss

Die Brühgruppe sorgt schließlich dafür, dass das perfekt temperierte Wasser mit Druck das Kaffeemehl durchströmt und der verbleibende Druck schließlich entweichen kann. Einige Maschinen ermöglichen es außerdem, schon vor dem eigentlichen Brühvorgang etwas Wasser auf das Kaffeemehl zu leiten, um auch die letzten Aromen freizusetzen.

Espressomaschinen gibt es in unzähligen Preisklassen – von einigen hundert bis zu vielen tausend Euro werden die Maschinen dabei immer leistungsfähiger und bieten mehr Möglichkeiten. Die Entscheidung liegt deshalb vor allem an den Möglichkeiten, die man erwartet: Für einen Espresso zwischendurch reicht ein Einkreiser vollkommen aus, wer gerne Milchgetränke serviert, wird mit einem Zweikreiser glücklich. Dualboiler schließlich sind vor allem für den professionellen Einsatz gedacht und warten mit entsprechenden Preisen auf.

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