Wer hat den Kaffeevollautomaten erfunden?

Wer hat den Kaffeevollautomaten erfunden?

Automaten, welche auf Knopfdruck Kaffee produzieren sind aus dem Alltag heutzutage kaum noch wegzudenken. Von Selbstbedienungsautomaten, welche an öffentlichen Plätzen aufgestellt werden und durch Einwurf von Münzen des Deutschen schwarzes Gold produzieren, über voluminöse Vollautomaten in Cafés, Bars und Restaurants, bis hin zum Vollautomaten für den privaten Gebrauch in der heimischen Küche. Wer dieser Tage Kaffee trinken möchte, kommt nur schwerlich an automatisch produziertem Kaffee vorbei.

Der Erfinder des Kaffeevollautomaten

Bereits um 1920 wurden die ersten Selbstbedienungsautomaten, welche Getränke in Becher abfüllen konnten, gebaut. Diese breiteten sich binnen der nächsten Jahrzehnte über die gesamte industrielle Bevölkerung aus. Das Prinzip, auf Knopfdruck ein Getränk erhalten zu können, schien bei den Menschen gut anzukommen, denn hierdurch wurde es möglich, an vielen Orten binnen kurzer Zeit und ohne viel Aufwand, an Kaffee und andere Getränke zu kommen.

Jedoch wuchs auch der Bedarf der Unternehmen, schnell Kaffee produzieren und damit eine große Zahl von Menschen schnell bedienen zu können. Dies erkannte der deutsche Unternehmer und Ingenieur Otto Bengtson. Er erfand im Jahr 1969 den Kaffeevollautomaten. Dieser hatte im Vergleich zu den bis dahin herkömmlichen Kaffeeautomaten eine integrierte Mühle, sodass Bohnen eingefüllt werden konnten, welche automatisch zu Kaffee verarbeitet wurden. Die Brühdauer war jedoch im Vergleich zu heutigen Automaten erheblich länger.

Otto Bengtson gründete daraufhin die Otto Bengtson KG, welche den von ihm erfundenen Kaffeevollautomaten mit Erfolg vermarktete; Mitte der 1970er Jahre wurde das Gerät zu einem deutschen Exportschlager.

Die weitere Entwicklung der Geräte

Doch daraufhin verebbte das Interesse an Kaffeevollautomaten, bis der Schweizer Ingenieur Arthur Schmed sich Ende der 1970er Jahre mit der Maschine beschäftige. Er verband das von Otto Bengtson geschaffene automatische System der Kaffeezubereitung mit der kurzen Brühdauer und dem Druckprinzip, welches die damaligen Espresso-Maschinen ausmachte. Bereits 1980 hatte er den ersten Prototypen hergestellt. Doch an jenem Prototypen zeigten die wenigsten Unternehmen Interesse. Nur der Schweizer Unternehmer Nauer glaubte an den von Schmed gefertigten Prototypen und unterstützte den Ingenieur finanziell.

Nach weiteren 5 Jahren hatte Schmed einen vertriebsfertigen Kaffeevollautomaten hergestellt, welcher sodann von den Unternehmen Saeco (welche u.A. Schmed selbst gegründet hatte) und Solis vertrieben wurde. Bis heute sind diverse Unternehmen, wie etwa Miele, WMF, Bosch, Jura u.v.m. in das lukrative Geschäft eingestiegen.

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