Espresso wie vom Italiener um die Ecke – den kann heute jeder mit einem Kaffeevollautomaten zubereiten. Und wer aus dem Espressokochen eine Kunst machen will, der schafft sich einen Siebträger an.

Das Problem: Beides ist ein nicht wirklich günstiger Spaß, der sich nicht für jeden lohnt – wer nur ab und an einen Espresso trinken will, schaut sich deshalb sicher nach einer günstigeren Alternative um und stößt irgendwann auf Espressokocher.

Ein solcher ist auch der „Rigoletto“ von Cilio, der der legendären Moka Express von Bialetti Konkurrenz machen soll – und dabei eine Reihe von Punkten tatsächlich besser löst als der Urahn der Espressokocher.

Welche das sind und wieso uns ein anderes Modell von Cilio dennoch mehr überzeugen konnte, das wollen wir an dieser Stelle einmal genauer betrachten.

Die Funktionsweise: Seit Jahrzehnten bewährt

Ja, ein Espressokocher bereitet gar keinen „echten“ Espresso zu, das wissen wir. Aber auch ohne den für die Crema nötigen Brühdruck von rund 9 bar kann man wirklich guten Espresso genießen, der seinen Namen in unseren Augen auch verdient hat.

Ein Espressokocher wie der Cilio Rigoletto funktioniert über Dampfdruck – hierzu wird in den unteren Teil des Kochers Wasser eingefüllt, anschließend der obere Teil festgeschraubt und Kaffeemehl auf dem Sieb verteilt. Deckel drauf, ab auf die Herdplatte und einige Minuten warten – der Druck im unteren Teil steigt und drückt das Wasser von unten durch das Kaffeemehl, so dass oben ein kräftiger Espresso in den dafür vorgesehenen Behälter läuft.

An dieser Funktionsweise hat sich seit Jahrzehnten nichts geändert – und auch heute noch trinken viele Italiener ihren täglichen Espresso aus einem solchen Kocher.

Hochwertige Materialwahl: Edelstahl statt Aluminium

Der legendäre Espressokocher Moka Express wurde und wird bis heute aus Aluminium gefertigt – das hat allerdings in den letzten Jahren einen zunehmend schlechten Ruf bekommen, da es in Verbindung mit einigen schweren Krankheiten gebracht wird.

Cilio dagegen setzt beim Rigoletto auf Edelstahl, was als vollkommen unbedenklich gilt und nicht umsonst auch im klinischen Bereich eingesetzt wird – hier muss man sich um die eigene Gesundheit keine Gedanken machen.

Dazu ist Edelstahl natürlich auch robust und sieht schick aus – selbst in Verbindung mit dem Kunststoffgriff, der uns persönlich leider nicht so gut gefällt wie eine Variante ganz aus Edelstahl, wie das etwa der Kocher „Aida“ von Cilio ist.

Qualität und „Funktionsumfang“ gefallen

In Sachen Qualität kann man auch beim Rigoletto von Cilio nicht meckern – zwar hört man einmal von einem abgefallenen Griff oder Rost, das scheinen aber Einzelfälle zu sein und der Großteil der Nutzer ist rundum zufrieden.

Von einem echten „Funktionsumfang“ kann man bei einem Espressokocher natürlich nicht sprechen, aber zumindest eines sollte erwähnt werden: Der Rigoletto funktioniert auch auf einem Induktionskochfeld und kann damit auf allen Herdarten genutzt werden.

Voraussetzung ist natürlich, dass der Herd den Kocher erkennt – da die erhältlichen Versionen für 4 und 6 Tassen aber eine gewisse Größe mit sich bringen, sollte das im Normalfall kein Problem darstellen.

Am Ende: Ein positiver Gesamteindruck

Das Design des Rigoletto ist natürlich reine Geschmackssache, wirkt aber insgesamt schick. Die Materialwahl ist hochwertig, lediglich der Kunststoffgriff kann stören – hat aber zur Folge, dass er sich beim Brühvorgang nicht erhitzt.

Am Ende bleibt aber zu sagen, dass der Cilio Rigoletti einen positiven Eindruck hinterlässt und man hier einen Espressokocher bekommt, der die knapp 40 Euro für das kleinere Modell Wert ist.

Wer, wie wir, besonders auf schlichtes Design steht, der sollte sich auch einmal den Cilio Aida anschauen – der ist nämlich komplett aus Edelstahl gefertigt und wirkt damit noch einmal eleganter.

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