Liebhaber eines guten Espresso wissen über die Wichtigkeit der passenden Espressomaschine Bescheid – denn natürlich entscheiden nicht allein das verwendete Kaffeemehl, die Röstung der Bohnen und der Mahlgrad darüber, wie aromatisch der Espresso am Ende wird. Auch die Kaffeemaschine für die Zubereitung des Espresso trägt einen entscheidenden Teil zum Genuss bei, der bei optimaler Zubereitung am Ende steht – ein guter Grund, sich vor dem Kauf einer Espressomaschine die Testsieger einmal anzuschauen und die Geräte zu vergleichen.

Siebträger: Der Klassiker

Arten von Espressomaschinen gibt es dabei diverse, die bekannteste Variante aber, die wohl auch jedem beim Begriff „Espressomaschine“ in den Sinn kommt, ist ein Siebträger. Ein solches Gerät findet man in nahezu jedem italienischen Café und für einen Barista kommt auch nur dieser Maschinentyp in Frage, um daran den perfekten Espresso zuzubereiten und anschließend pur zu servieren oder für einen köstlichen Cappuccino oder Latte Macchiato zu verwenden. Siebträger haben ihren Namen vom Einsatz für das Kaffeemehl, der aus einem Kaffeesieb mit Griff besteht – nach dem Befüllen mit Kaffeemehl wird dieser namensgebende Siebträger über einen Bajonettverschluss fixiert und das Wasser anschließend mit dem für eine feine Crema notwendigen Druck von 9 Bar durch das Kaffeemehl gepresst. Eine solche Siebträger Espressomaschine wird oft von vielen Edelstahl-Elementen dominiert und macht so sofort einen edlen Eindruck – selbst vergleichsweise günstige Geräte sind so nicht unter einem mittleren dreistelligen Betrag zu bekommen, teure Geräte gehen für vierstellige Beträge über den Ladentisch.

Kaffeevollautomaten: Die einfache Alternative

Als Alternative ist allerdings auch ein Vollautomat als Espressomaschine geeignet – auch hier ist der notwendige Druck gegeben, auch wenn das Ergebnis nicht so fein bestimmt werden kann wie bei einem Siebträger. Der Preis unterscheidet sich bei beiden Gerätetypen kaum, auch wenn zwischen verschiedenen Herstellern von Espressomaschinen deutliche Preisunterschiede stehen. Aber was macht eine gute Espressomaschine im Test sonst noch aus? Vor allen Dingen viele Einstellungsmöglichkeiten, damit jeder Hobby-Barista seinen individuellen Geschmack finden kann. Brühdruck, Wassertemperatur und Durchlaufzeit sollten sich definitiv einstellen lassen, damit eine Espressomaschine zum Testsieger werden kann – bei einem Siebträger werden weitere Geschmacksnuancen etwa durch das Anpressen des Kaffeemehls oder das Vorbrühen erzielt.

Espressomaschinen mit Sonderausstattung?

Einige Espressomaschinen im Test verfügen außerdem noch über weitere Ausstattung, die das Zubereiten eines perfekten Espresso vereinfachen oder dem Barista noch mehr Möglichkeiten geben soll, Einfluss auf das Ergebnis zu nehmen. Ein Klassiker sind dabei Espressomaschinen mit integrierter Kaffeemühle, wobei hier vor allem Kaffeevollautomaten häufig darüber verfügen – so werden nur noch Bohnen in die Maschine eingelegt und auf Knopfdruck gemahlen und aufgebrüht. Bei einem Siebträger ist das natürlich eine andere Sache, denn hier ist das Befüllen des Siebträgers und das richtige Anpressen des Kaffees schon eine Kunst für sich – wenn hier eine Kaffeemühle mit integriert ist, dann muss das Mehl trotzdem anschließend entnommen und in den Siebträger eingefüllt werden, so dass eine separate Mühle ebenso sinnvoll ist. Recht häufig findet sich an Siebträgern wie Vollautomaten gleichermaßen allerdings noch ein System für Milchschaum – wahlweise in Form eines Milchaufschäumers oder einer Dampfdüse – beides eignet sich, um die Milch etwa für einen Cappuccino aufzuschäumen, wobei eine Espressomaschine mit Dampfdüse leichter zu reinigen ist als eine Variante mit Milchaufschäumer.

Das Budget ist entscheidend

Am Ende gibt es also eine Reihe von Punkten, die eine Espressomaschine im Vergleich ausspielen kann – gerade bei den klassischen Siebträgern gibt es doch gravierende Unterschiede, die sich am Ende auch im Preis widerspiegeln. Einen Testsieger sollte man deshalb immer auch in Relation zum eigenen Budget bewerten – denn nur so findet man am Ende die passende Maschine für perfekten Kaffeegenuss.