Cappuccino

Cappuccino

Der Cappuccino gehört mit zu den beliebtesten Kaffeegetränken der Deutschen. Laut einer Umfrage trinken 15,8 % aller Deutschen regelmäßig mindestens einmal pro Woche einen Cappuccino. Wie wird allerdings genau ein Cappuccino hergestellt? Worin unterscheidet sich diese Kaffeespezialität von den anderen? Wie wird Cappuccino in einem Kaffeevollautomaten zubereitet? Und wie serviert man einen Cappuccino? Die Antworten auf diese Fragen und viele weitere Informationen, können Sie in den nachfolgenden Absätzen nachlesen.

In der Zubereitung unterscheidet sich ein Cappuccino von den meisten anderen Spezialitäten. Grundsätzlich besteht ein Cappuccino allerdings aus einem Espresso. Bei einem normalen Cappuccino werden ungefähr 25-30 ml Espresso in einer etwa 120-180 ml fassenden Tasse mit dem frisch zubereiteten, halbflüssig-cremigen Milchschaum vermengt. Das Besondere an dieser Kaffeespezialität ist, dass sich beim Eingießen des Milchschaumes die bräunliche Crema des Espressos oben absetzt, was dem Cappuccino sein charakteristisches Aussehen gibt. Wichtig ist bei der Zubereitung, dass der Milchschaum nicht auf mehr als 70 °C erhitzt wird, da er sonst zu fest und steif wird, um ihn korrekt eingießen zu können. Ein Irrglaube, der besonders in Deutschland kursiert ist, dass der Milchschaum möglichst steif sein soll. Das ist aber nicht der Fall, in Italien wird der Milchschaum im Cappuccino eher flüssig als fest serviert und ähnelt daher hinsichtlich seiner Konsistenz eher halb geschlagener Sahne. Die Zubereitung eines Cappuccinos ist also nicht besonders schwierig, da nur ein Espresso und etwas geschlagene Milch benötigt wird. Das Besondere an dieser Spezialität ist aber, dass der noch flüssige Milchschaum etliche Möglichkeiten der Verzierung bietet. So gibt es eigene „Latte Art“ Weltmeisterschaften, in welchen die Baristi teilweise unglaubliche Bilder mit dem Milchschaum während des Eingießens in die Cappuccinotasse „malen“. Fortgeschrittenere Motive wie Drachen oder Blumen zeugen von der Kunst, die die Baristi teilweise an den Tag legen.

Cappuccino aus dem Kaffeevollautomaten

In einem Kaffeevollautomaten muss sich der Benutzer nicht mit irgendwelchen Zubereitungsnormen herumärgern. Auf Knopfdruck bekommt der Benutzer eine genau kalkulierte und wohlschmeckende Tasse Cappuccino. Hierfür werden zuerst die Kaffeebohnen gemahlen. Diese sind meisten keinen reinen Arabicabohnen, sondern eher eine Mischung von 60:40 aus Arabicakaffeebohnen und Robustakaffeebohnen. Robusta hat den Vorteil, dass der Geschmack kräftig ist und nicht allzu stark von der Milch abgemildert wird. Außerdem erzeugen Robustabohnen eine bessere Crema und helfen dem Barista dabei, die klassische Färbung herzustellen. Die Bohnen werden besonders fein gemahlen, da schließlich ein Espresso zubereitet werden soll. Dieser wird dann innerhalb weniger Sekunden (meistens 20 bis maximal 30 Sekunden) unter hohem Druck und Temperaturen gebrüht. Dies hat den Vorteil, dass durch die kurze Brühzeit sich die Säuren und weniger geschmackreichen Stoffe noch nicht aus dem Kaffeepulver lösen konnten. Das Koffein und die Aromen hingegen konnten sich schon lösen. Daher ist ein Espresso auch magenschonender besser verträglich als ein normaler europäischer Filterkaffee. Nachdem sich der Espresso in der Tasse befindet, bereitet der Vollautomat die Milch zu. Dafür gibt es verschiedene System. Zum einen gibt es Automaten mit Milcheinzugsystem, welcher genau die benötigte Menge Milch einzieht, zu Milchschaum weiterverarbeitet und dann automatisch in die Tasse füllt. Es gibt aber auch Maschinen mit einer Dampfdüse, wo der Benutzer den Milchschaum manuell zubereiten muss. Nachdem der Milchschaum in der Tasse ist, ist ein Cappuccino erfolgreich zubereitet.

Serviert wird ein Cappuccino in einer eher flachen und etwas breiteren Tasse, die etwa 120 bis maximal 200 ml fasst. Die Tasse sollte möglichst dickwandig sein und aus massivem Steingut oder Porzellan bestehen. Die klassische Färbung kommt (bei der richtigen Zubereitung) alleine durch den Espresso zustande. Es gibt allerdings auch Kaffeebars, die noch zusätzlich Kakao oder Zimt benutzen, um das Farbbild zu erreichen. In Italien trinkt man den Cappuccino übrigens in der Regel leicht gesüßt und nur zum Frühstück bzw. vor dem Mittagessen.


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