Kaffeesatz als Dünger

Kaffeesatz als Dünger im Garten

Kaffee gilt als eines der Lieblingsgetränke der Deutschen. Nicht ganz zu Unrecht, da dem Kaffee mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben werden. Insgesamt gesehen gilt Deutschland zu den Ländern, die am meisten Kaffee trinken. Nach jeder gemachten Kanne stellen sich sicherlich einige Menschen die Frage, was man nun mit dem übrig gebliebenen Kaffeesatz machen kann. In der Tat kann man mit dem Kaffeesatz noch sehr nützliche Dinge anstellen: zum Beispiel seine Blumen düngen. Doch wie genau funktioniert und kann man diesen Trick auch bei allen Pflanzen anwenden? Ist es möglich, mit Kaffeesatz Schnecken oder schadhafte Tiere von den Pflanzen fernzuhalten? Ist Kaffeesatz auch im Kompost unbedenklich und kann man mit damit nützliche Tiere anlocken? Die Antworten auf diese Fragen und viele weitere nützliche Informationen können Sie in den nachfolgenden Absätzen nachlesen.

Damit Pflanzen optimal wachsen können, benötigen diese natürlich auch Nährstoffe in ausreichend großen Mengen. Besonders wichtig ist dabei, dass der Boden über genügend Kalium, Stickstoff und Phosphor verfügt. Diese wichtigen drei Hauptelemente garantieren ein gutes Pflanzenwachstum. Und genau diese drei Dinge sind im Kaffeesatz in großen Mengen verfügbar. Da es sich bei normalen Kaffeebohnen natürlich um ein Naturprodukt handelt, welches frei von Schadstoffen und komplett biologisch abbaubar ist, kann man Kaffesatz auch ohne schlechtes Gewissen für das Düngen der Pflanzen nehmen. Wenn zuwenig Stickstoff im Boden vorhanden ist, können die Pflanzen nicht richtig wachsen und die Blätter verfärben sich. Gibt man allerdings in regelmäßigen Abständen größere Mengen Kaffeesatz in die Erde, kann dies verhindern werden. Auch Kaliummangel kann zu ernsthaften Problemen führen. Wenn der Pflanze zuwenig Kalium zur Verfügung steht, können die Blätter der Pflanze absterben. Gerade bei älteren Pflanzen ist das ein bekanntes Problem. Zuwenig Phosphor im Boden führt hingegen zu einem verlangsamten Stoffwechsel, was sowohl das Blüten- als auch das Wurzelwachstum negativ beeinflussen und hemmen kann. Aufgrund der vielen Nährstoffe die sich im Kaffeesatz befinden und dank der absoluten Unbedenklichkeit des Kaffeesatzes, kann man diesen also uneingeschränkt für die Düngung empfehlen. Allerdings kann man damit nicht nur die Pflanzen im Garten, sondern auch die Zimmerpflanzen sehr komfortabel düngen. Der Boden von Zimmerpflanzen ist oftmals schon relativ alt und da dieser in der Regel nicht aufgefrischt wird, auch sehr mineralienarm. Hier kann der Einsatz von Kaffeesatz als wahre Wunder bewirken.

Kaffeesatz als Mittel gegen Schnecken

Schnecken lassen sich mit Kaffeesatz vertreiben

Schnecken lassen sich mit Kaffeesatz vertreiben

Jeder Hobbygärtner wird es kennen: den schadhaften Schneckenbefall. Schnell können Schnecken die harte Arbeit vieler Stunden zu Nichte machen. Besonders nach einem milden Winter kann in deutschen Gärten besonders viele Schnecken antreffen, da sich diese dann gut über die harte Jahreszeit retten konnten. In den letzten Jahren waren die Winter häufig mild und auch in diesem Jahr zeichnet sich dies ab. Es ist daher besonders beliebt, sein geliebtes Blumenbeet oder den Anbaubereich von Nutzpflanzen von Sträuchern, Farnen oder Gräsern zu umringen. Diese Pflanzen werden von Schnecken gemieden, wodurch auch die dahinterliegenden Pflanzen geschützt werden. Allerdings kann man auch hier wieder auf Kaffeesatz zurückgreifen. Schnecken benötigen auf Kaffeesatz besonders viel Schleim zur Fortbewegung, wodurch diese unter Umständen sogar verenden können. Kaffeesatz sollte daher jeder Hobbygärtner als Geheimmittel immer im Hinterkopf behalten. Besonders effizient im Kampf gegen die Schnecken ist es, wenn man den Kaffeesatz direkt auf das Erdreich gibt. Dann ist zwar die Durchdringung mit Nährstoffen schwacher ausgeprägt, allerdings wird dadurch die Chance maximiert, das die Schnecken direkt auf der Erde verenden.

Regenwürmer mögen den Kaffeesatz

Kaffeesatz hat allerdings auch noch einen weiteren Vorteil. Regenwürmer fühlen sich auf dem sauren Boden wohl und werden daher von Kaffeesatz angelockt. Wenn man Kaffeesatz auf den Komposthaufen gibt, stellt man dadurch sicher, dass Regenwürmer diesen gut durchgraben. Das lockert die Erde auf und zudem lassen Regenwürmer auch ihren sehr humusreichen Kot zurück, welcher eine hervorragende Wachstumsgrundlage bietet. Als Humus bezeichnet man die Gesamtheit der toten organischen Substanzen eines Bodens. In Humus befindet sich viel Stickstoff, zudem können humusreiche Böden mehr Wasser und Nährstoffe speichern als andere Böden. Gerade wenn man einen Komposthaufen hat, sollte man daher Kaffeesatz benutzen. Allerdings kann man den Kaffeesatz natürlich auch direkt in die Erde mischen, in welcher sich nachher die Pflanzen befinden werden. So oder so werden vermehrt Regenwürmer angelockt, was dem Garten sehr zuträglich sein sollte.

Zusammenfassend kann man sagen: Kaffeesatz eignet sich hervorragend, um Pflanzen bei ihrem Wachstum mit wichtigen Nährstoffen zu unterstützen und dabei gleichzeitig Schnecken und andere schädliche Tiere fernzuhalten. Wenn man mit Kaffeesatz düngt, kann man eigentlich nichts falsch machen. Da es sich bei Kaffee um ein reines Naturprodukt handelt, enthält es auch keine Schadstoffe und kann dadurch dem Boden nicht schaden. Als Düngemittel eignet sich Kaffeesatz daher sehr gut und sollte daher (wenn möglich) nicht weggeschmissen werden, sondern auf diese optimale Art und Weise der Natur wieder zurückgeführt werden. Eines sollte man allerdings beachten: nasser Kaffeesatz neigt zur Schimmelbildung. Dies ist natürlich schlecht für die Pflanzen. Daher sollte man Kaffeesatz immer offen und trocken zwischenlagern, bevor man diesen einsetzen möchte. Wenn man das berücksichtig, steht einem Einsatz allerdings nichts mehr im Wege.

Author:

Über den Autor