Dass man für gut 20 Euro eine solide Kaffeemaschine produzieren kann, hat Clatronic mit der KA 3562 schon einmal bewiesen – dass das aber nicht immer funktioniert, müssen wir beim gleichen Hersteller und seiner KA 3327Thermo feststellen.

Die bietet zwar auf den ersten Blick exakt die gleichen Funktionen wie das soeben genannte Modell, lediglich ergänzt durch eine Thermoskanne – doch genau hier findet sich der Punkt, der diese Maschine in einigen Fällen zur absolut unbrauchbaren Katastrophe in der Küche macht.

Woran das liegt und was die Kaffeemaschine abseits dieses gravierenden Fehlers zu bieten hat, haben wir einmal zusammengetragen – und können schon jetzt sagen, dass man in dieser Preisklasse deutlich geeignetere Maschinen finden kann.

Design okay, Verarbeitung weniger

Die KA 3327 Thermo gibt es wahlweise in weiß oder blau – während die weiße Version noch okay aussieht, wirkt das blaue Plastik einfach nur billig. Angesichts des Preises könnte man darüber sicher hinwegsehen – wenn da nicht die Verarbeitung wäre.

Die Maschine ist insgesamt recht instabil und wirkt wenig solide, was wir aber auch wieder verkraften könnten, schließlich kann man von einer Maschine für rund 25 Euro nicht erwarten, dass sie Naturkatastrophen übersteht.

Der Schwachpunkt ist – und das werden wir später noch deutlicher sehen – allerdings die Kanne: Der Deckel ist an dünnen Plastiknasen aufgehangen, die entsprechend schnell abbrechen, wenn man sie nicht mit Samthandschuhen anfasst.

Schon im ersten Punkt erkennt man, dass Preis und Qualität eben doch oft Hand in Hand gehen.

Der Funktionsumfang: Auf das Nötigste beschränkt

Clatronic KA 3327 Thermo Kaffeemaschine 8-10 Tassen 850 Watt, weißBei einem solchen Preis kein Wunder, dass die KA 3327 Thermo nur das kann, was es unbedingt braucht: Der Tank fasst einen Liter, so dass etwa 8 Tassen Kaffee in einem Durchlauf aufgebrüht werden können.

Dazu füllt man die entsprechende Menge Wasser in den Tank, das Kaffeemehl in einen Papierfilter in den herausnehmbaren Filtereinsatz, stellt die Kanne unter und drückt auf den einzigen Knopf – schon beginnt die Maschine mit dem Kaffeekochen.

Weitere Einstellungsmöglichkeiten, gar ein Timer? Sucht man vergeblich – kann man für diesen Preis aber auch wirklich nicht erwarten.

Die doppelwandige Thermoskanne ist da in Sachen Ausstattung noch ein Highlight – am Ende aber der Punkt, der der KA 3327 Thermo endgültig das Genick bricht. Klingt dramatisch? Ist es auch:

Die Thermokanne: Schwachpunkt der Maschine

Inwiefern die Kanne warm hält oder nicht, das scheint von Nutzer zu Nutzer extrem zu schwanken – die meisten können sich aber auf etwa 4-5 Stunden einigen, was nicht überragend, aber durchaus in Ordnung ist.

Was allerdings nicht in Ordnung ist: Die Kanne ist mit einem Überlaufventil ausgestattet, das verhindern soll, dass mehr als ein Liter Kaffee in die Kanne läuft – da der Tankinhalt aber ohnehin maximal einen Liter beträgt, erschließt sich die Sinnhaftigkeit weniger.

Das wäre aber natürlich nicht weiter, schlimm, wenn das Ventil problemlos funktionieren würde – tut es aber nicht:

Liegt der Deckel zu fest auf der Kanne auf (wie das eigentlich normal sein sollte), dann schließt das Überlaufventil gerne einmal während dem Brühvorgang, so dass sich der Kaffee anschließend überall verteilt, nur nicht in der Kanne landet. Damit ist es natürlich unmöglich, der Maschine auch nur eine Sekunde den Rücken zuzudrehen, was sie im Grunde genommen unbrauchbar macht.

Unsere Empfehlung? Alternative suchen!

Die Clatronic KA 3327 Thermo bietet vom Prinzip her das, was man für diesen Preis bei jedem Hersteller bekommt – allerdings ist die Kanne so schlecht umgesetzt, dass die Maschine eigentlich gar nicht in Frage kommt.

Umschauen kann man sich bei anderen Maschinen des Herstellers wie der KA 3562 ohne Thermokanne oder bei anderen Herstellern – hier gibt es die gleichen Funktionen, die dann allerdings wie gewünscht funktionieren.

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